Franz N. Kröger

Franz Norbert Kröger ist wie eine Ostseewelle bei Windstärke 8. Groß, laut und kraftvoll. Der Chef der Kunsthalle in Kühlungsborn.

Die frühere Lesehalle war zu Wendezeiten eine Ruine. Bis 1991 Norbert Kröger kam, Mitbegründer des Neuen Forums und damals noch Intendant des Theaters Wismar. Er organisierte die erste Ausstellung und schleppte dafür Berge von Strandsand ins Haus, um die vielen Löcher im Hallenboden zu stopfen.

Das war vor über 23 Jahren. Die Ideen gingen Norbert Kröger seitdem nicht aus. Die meisten sind gut, viele sogar mutig. Der selbstständige Kunstmacher liebt die Provokation, sucht das Andersartige. Acht Ausstellungen organisiert er pro Jahr – Bilder von Kühlungsborner Schülern sind genauso dabei wie Werke internationaler Künstler. Da staunen die Besucher nicht schlecht, wenn sie plötzlich vor einem echten Dali, Miro oder Magritte stehen. „Und das in Kühlungsborn, das bekomme ich häufig zu hören“, sagt Norbert Kröger.

Konzerte, Lesungen und Kabarett-Abende komplettieren das Kunsthallen-Programm. Die Jazz-Tage im Juli, das Internationale Gitarrenfestival Ende August und die Kammermusiktage im Herbst sind inzwischen feste Größen in Kühlungsborn. „Ich würde so gerne noch viel mehr“, sagt der mit einer Kühlungsbornerin verheiratete Norbert Kröger. Sein aktuelles Großprojekt: ein Licht- und Klangkunstfestival mit Installationen in der ganzen Stadt.

Weiterführende Links

Galerie Orangerie Heiligendamm

Franz N. Kröger in der Presse

NDR 7.2.2016 - Der Buddha aus Kühlungsborn