Bilder, Lesung, Gespräch mit Ronald Prokein.

Ronald Prokein und Andy Winter ist es tatsächlich gelungen, den kältesten bewohnten Ort der Welt zu finden. Wie der Meteorologe Jörg Kachelmann nach Auswertung der in dem sibirischen Dörfchen Jutschjugei (865 m ü.NN.) erhobenen Meßdaten bekanntgab, hat jener Ort nun das unweit gelegene Oimjakon (ca. 740 m ü. NN.) als den Kältepol der nördlichen Hemisphäre abgelöst.

In Jutschjugei liegen die Temperaturmesswerte im Durchschnitt zwei Grad niedriger. Eine meteorologische Sensation! Zur Erfassung der Meßdaten reisten Prokein und Winter eigens im Juni noch einmal nach Jutschjugei. Dieser Ort liegt übrigens etwa 40 km südwestlich von Oimjakon und ist ebenfalls von Bergen umgeben. Dadurch senkt sich die eiskalte Luft wie in einer riesigen Terrine lässt keinen Luftaustausch mehr zu. In dem Ort leben 300 Menschen – allesamt Jakuten. Ob je wieder solch tiefe Temperaturen wie 1926 gemessen werden können – damals registrierte man in Ojmjakon -71,2 Grad Celsius – bleibt offen. Unmöglich jedoch scheint in Sibirien, der Kältekammer der Nordhalbkugel, jedoch nichts. Warten wir es ab.

Eintritt: 10,- Euro; Karten in der Kunsthalle oder unter 038293 / 7540