Chris Jarrett verwendet Strukturen klassischer Musik und nutzt die Freiheit der Jazz-Improvisation. Er verbindet sein sicheres Gespür für Form mit der Spontaneität des Jazz. In seiner Musik kann man die Einflüsse von Komponisten wie Johannes Ockeghem, Sergej Prokofjew, Charles Mingus und Frank Zappa hören.

In intelligenten Strukturen entfalten sich Kompositionen voll Kraft und Klarheit. Ihre Schönheit erschließt sich unvermittelt, wie ein Schock. Mit seinen Kompositionen und Improvisationen bewegt sich Chris Jarrett außerhalb aller Konventionen. Sein Klavierspiel ist atemberaubend virtuos und dynamisch. Der “Rebell gegen das pianistische Establishment” spielt jenseits aller Kategorien und Stilrichtungen. Das Spektrum seines Ausdruckes ist unendlich.

Chris Jarrett wurde 1956 in Allentown, Pennsylvania, als jüngerer Bruder von Keith Jarrett geboren und wuchs in den östlich davon gelegenen Appalachen auf. Vincenz Ruzicka, ein Schüler von Rosina Lhévinne, wurde sein wichtigster Klavierlehrer. Es folgte ein Studium am renommierten Oberlin Conservatory of Music (Ohio), das er ab 1985 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg fortsetzte, an der er dann 1988-1989 selbst lehrte. Er gastiert seitdem in Konzertsälen und Jazzbühnen vieler europäischer Länder, in Kanada, den USA und Nordafrika.

“Chris Jarretts Musik hört man nicht einfach, man erfährt sie, fühlt sie, absorbiert und assimiliert sie. Kompositionen voller Schönheit, Kraft und feinfühlige Themen aus strukturierter Improvisation und Jazz. Dazu noch klassische Kompositionen, Orchesterwerke, Ballett und Musik für Kinoklassiker, die den Kontext des Films in ganz neuem Licht erscheinen lässt. Er bezieht ein sehr breites Spektrum an Einflüssen mit ein: in sich geschlossenes Chaos, fließende Strukturen, die von klassischen Themen getragen und aus den Quellen orchestraler Musik, Jazz, europäischer Volksmusik und reiner Hingabe gespeist werden. Seine Musik ist eine Naturgewalt und ein Akt der Gnade.” Chris Stewart

“Wer mit einer solchen Energie, mit pianistischem Furor, aber auch mit einer solchen Brillanz und Subtilität des Anschlags die Tasten zu drücken vermag, sich dabei das sperrige Instrument geradezu einverleibt … [weckt] die Assoziation eines mythischen Kentaur – halb Klavier, halb Mensch … phantasievoll, originell, energiegeladen und technisch perfekt.” Frankfurter Allgemeine Zeitung, März 2015

Künstler-Webseite: http://www.chrisjarrett.de/index.php/de/

Eintritt: 17,- Euro; für Kühlungsborner oder gegen Kurkarte 15,- Euro
Karten in der Kunsthalle oder unter 038293 / 7540