Auf einem großen Bauernhof im Meißener Land verlebte die 1941 geborene Gisela Stamer-Roßberg Kindheit und Jugend, und von früh an zeigte sie ein besonderes Interesse am Zeichnen. Gefördert und geprägt wurde dieses Talent durch die Malerin Marianne Herberg aus Dresden.

Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung begann die Künstlerin 1967 ein Studium an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin-Weißensee, welches sie 1972 als diplomierte Bildhauerin beendete. Auf der Suche nach einem Atelier in Mecklenburg wurde sie in einer alten Bauernwirtschaft in Kühlungsborn fündig. Neben der eigenen künstlerischen Vervollkommnung widmete sich Gisela Stamer-Roßberg von 1976 bis 1989 intensiv der Ausbildung von Erwachsenen und Kindern in Zirkeln und Förderklassen für Zeichnen und Keramik. Gern erinnert sich die Künstlerin an die Zusammenarbeit mit dem Volkstheater Rostock und an das halbjährige Bildhauersymposium in Binz auf Rügen, wo eine Reihe von Plastiken aus Sandstein für das Ostseebad entstanden. Neben Auftragsarbeiten bestimmten ihren künstlerischen Alltag zahlreiche persönliche Studien, und so ist es bis heute geblieben. Ihre besondere Neigung zum gegenstandsfreien Plastizieren mit Anregung durch Werke von Henry Moore und Picasso wird in vielen ihrer Arbeiten aus Bronze und Stein deutlich.

Gisela Stamer-Roßberg war mit Plastiken und Bildern auf Ausstellungen in Dresden, Berlin und Paris vertreten, in Polen, in einigen Ostseeländern und Sizilien.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 12:00 – 17:00 Uhr.